DIE MEERES-SCHILDKRÖTEN

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Die Schildkröten gehören zur Gruppe der ursprünglichen Reptilien, zu den "Reptilien der ersten Stunde". Die älteste Art reicht ungefähr 230 Millionen Jahre zurück.

Chelon IamydasLepidochely Olivias

Auch Meeresschildkröten sind wahrhaft prähistorische Wesen. Auch sie leben auf unserem Planeten schon seit mehr als 100 Millionen Jahren. Jedoch laufen sie heute ganz akut Gefahr, ausgerottet zu werden. Unsere Erde würde erneut ämer werden an Zeitzeugen eigentlich längst vergangener Epochen der Erdgeschichte.

Schildkröten, Eidechsen, Schlangen und Krokodile - alle gehören Sie zu den Reptilien. Folgerichtig sind Meeresschildkröten Kaltblütler. Sie brauchen das Sonnenlicht, um ihre Körpertemperatur aufzuwärmen.

Kaum einer weiß, daß es eine Ausnahme gibt. Und um diese einzigartige besondere Meeresschildkröte geht es uns hier. Sie ist vom Aussterben bedroht. Ausgrechnet diese einzigartige Schildkrötenart. Die

Dermochelys Coriacea Meeresschildkröte.

Die "Dermochelys Coriacea Meeresschildkröte" kann ihre Körpertemperatur tatsächlich selbst regeln. Außerdem sind diese Meerestiere fähig, extrem tief zu tauchen. Sie erreichen eine Wassertiefe von bis zu 1.300 Meter.

Meeresschildkröten verbringen den grössten Teil ihres Lebens im Wasser. Die männlichen Exemplare gehen nur selten an Land. Die Weibchen dagegegen tun das regelmässig, um ihre Eier abzulegen. Sie legen zwischen 50 und 200 Eier pro Nest, abhängig von der jeweiligen Art. Auch die Brutzeit variiert: Zwischen 45 und 75 Tagen. Und dann erreicht nur 1 von 1.000 kleinen Schildkröten die Geschlechtsreife. Auch das ist ein Grund, daß viele Meeresschildkröten vom Aussterbeb bedroht sind - wenn auch leider nicht der einzige.

Die Geschlechtsreife erreicht die Meeresschildkröte artenabhängig zwischen dem 10. und dem 50. Lebensjahr.

Einige Arten werden älter als 100 Jahre.

Es gab in der Vergangenheit vier Familien von Meeresschildkröten. Davon sind auf unserer Erde nur noch zwei Familien übrig geblieben:

Wir legen unser Hauptaugenmerk auf dieser Website auf die

Familie der Dermochlydae Meeresschildkröte

dermochelys coriaceadermochelys coriaceadermochelys coriacea

Aber was heißt hier Familie?

Von dieser "Familie" ist nur noch ein einziges Familienmitglied einsam übrig geblieben.

Die Meeresschildkröte Dermochelys Coriacea

Sie ist die größte Schildkröte der Welt überhaupt und kann 2.4 Meter lang werden. Sie erreicht ein Gewicht 500 kg und mehr.

Heute steht sie auf der sog. Roten Liste UNESCO - spanisch: Unión Mundial para la Naturaleza (UICN) - und ist vom aussterben im höchstem Masse bedroht.

Auf dieses letzte Familienmitglied der Dermochelys Coriacea kommen wir später und an anderer Stelle zurück. Sie steht bei uns in Panamá besonders im Brennpunkt. Da können und wollen wir ganz konkret helfen.

Natürlich wollen wir aber die zweite Familie deshalb an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, die

Familie der Cheloniidae Meeresschildkröte.

Diese Familie wird heute noch von 6 Arten repräsentiert.

Die Meeresschildkröte Chelonia Mydas

Chelonia mydasChelonia mydasChelonia mydas

Die ausgewachsenen Exemplare werden bis zu 1.5 Meter lang und können mehr als 230 kg erreichen. Es handelt sich um die einzige pflanzenfressende Art von Meeresschildkröten. Die Rote Liste der UNESCO klassifiziert auch dieses Tier als extrem vom Aussterben bedroht.

Die Meeresschildkröte Eretmochelys Imbricate

Eretmochelys imbricataEretmochelys imbricataEretmochelys imbricata

Diese Exemplare erreichen eine Grösse von 60 bis 95 cm und ein Gewicht von über 60 kg. Auch der Fortbestand dieser Schildkröte ist in hohem Masse gefährdet..

Die Meeresschildkröte Caretta - Caretta

La Tortuga Cabezona o CaguamaLa Tortuga Cabezona o CaguamaLa Tortuga Cabezona o Caguama

Erreicht wird eine Länge zwischen 90 und 110 cm und ein Gewicht von mehr als 180 kg. Muß noch erwähnt werden, daß auch hier die UNESCO die Alarmglocken schrill läuten läßt?

Die Meeresschildkröte Lepidochelys Olivacea

Tortuga Golfina o LoraTortuga Golfina o Lora

50 bis 70 cm lauten hier die erreichten Längsmaße, das Gewicht pendelt zwischen 35 und 50 kg. Was die UNESCO sagt zu den Zukunftschancen? Na - was wohl?

Die Meeresschildkröte Lepidochelys Kempi

La Tortuga Lora o Kempi La Tortuga Lora o Kempi

Diese Schildkröte wird bis zu 70 cm lang und erreicht ein Gewicht von 35 bis 50 Kilogramm. Und natürlich weint die UNESCO erneut.

Die Meeresschildkröte Natator Depresus

Tortuga franca oriental o Kikila AustralianaTortuga franca oriental o Kikila Australiana

Diese Art erreicht eine Größe von mehr als einen Meter und wiegt über 90 kg..

Hier weiß die UNESCO kaum etwas. Es gibt derzeit noch nicht genügend Informationen, um den reellen Bestand dieser Meeresschildkröte einschätzen zu können.

we are ready to help - you also ?ALLGEMEIN

Meeressschildkröten legen in den Ozeanen dieser Welt sehr große Strecken zurück. Manche erreichen auf ihrem langen Weg bei der Nahrungssuche und bei der Suche bzw. dem Wiederaufsuchen geeigneter Plätze zur Eiablage mehr als 6.000 km.

Die Eier sind während der Brutzeit in grosser Gefahr wie auch danach die frisch geschlüpften Schildkröten selbst. Von 1.000 gelegten Eiern erreicht nach gängigen Schätzungen nur eine einzige Schildkröte die Geschlechtsreife. Natürlich heißt das wiederum noch lange nicht, daß diese "eine"Schildkröte einmal eines natürlichen Todes sterben wird. Raubfische sind eine grosse Bedrohung - allerdings nicht die grösste.

Natürlich ist der Mensch einmal mehr der Hauptfeind, derjenige, der den grössten Schaden verursacht.

Zum einen geht es ihm um das begeehrte Schildkrötenfleisch wie auch um die Eier. Zum anderen ist der Panzer eine begeehrte Handelsware. Deshalb werden auch zufällig entdeckte Schildkröten von Menschen getötet, welche sich eigentlich überhaupt nicht auf den Schildkrötenfang spezialisiert hatten.

Die nächste Bedrohung ist die wiederum vom Menschen verursachte Verunreinigung von Stränden und dem Meerwasser selbst. Es ist leider Tatsache, dass Meeresschildkröten herumschwimmende oder am Strand liegende Plastikbeutel schlucken im falschen glauben, es seien Gel-Fische - extrem ungesunde Ernährung.

Hinzu kommt noch die schnell wachsende Bebauung von Meeresküsten und Stränden, sei es für private Residenzien oder touristische Anlagen. Die Schildkröten verlieren dadurch immer mehr von ihrem natürlichen Lebensraum und damit allzu oft ihre ursprünglichen Legeplätze.

Schon für die nahe Zukunft muß davon ausgegangen werden, das die noch lebenden Arten der Meeresschildkröten aufhören könnten, auf unserer Erde zu existieren.

Verlierer wären wir alle. Unsere Erde würde ärmer.